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Interview mit Kemal Üres

F: Herr Üres, Sie betonen gern: Das Unternehmen beginnt im Kopf des Unternehmers. Wie meinen Sie das genau? Wie denke ich mich denn zum Unternehmer um?

Üres: Das Unternehmen spiegelt den Unternehmer. So wie ein Unternehmer seine Werte, Visionen, Strategien und Stärken im Unternehmen vorlebt bzw. verankert, so ist auch um die Zukunft des Unternehmens bestellt.

F: Kann jede halbwegs mit Hirn und Herz ausgestattete Person Unternehmer werden – oder ist es eine Talentfrage, so wie bei Künstlern?

Üres: Talent ist schön und erleichtert natürlich einiges. Aber mit Disziplin, Durchhaltevermögen, Leidenschaft kann man ein sehr guter Unternehmer werden. Das permanente Arbeiten an sich und seinen Zielen bringt sogar bessere Unternehmer hervor, als die mit viel Talent, aber nicht den nötigen Biss.

F: Also tatsächlich lernbar – natürlich gern mit einem Coach?

Üres: Ein Coach hilft, die Person schneller und zielgerichteter dahin zu begleiten. Ebenso kann er gezielt auf die Rolle des Unternehmers eingehen, und mit dem Klienten ausloten, ob er sich mit den Aufgaben dieser Rolle überhaupt identifizieren kann und möchte!

F: Was meinen Sie mit der Rolle des Unternehmers? Mir fallen dazu nur Klischees ein.

Üres: Genau diese Klischees müssen wir durch genaue Aufgaben ersetzen. Da ist zum Beispiel der schwierige Übergang von der selbstständigen Fachkraft zum Unternehmer während der ersten Wachstumsphase eines Unternehmens. Als Unternehmer muss ich mich um ganz andere Dinge kümmern als um Fachliches. Dann gibt es noch den Übergang vom Manager zum Unternehmer, denn letztlich ist ein Manager etwas anderes als ein Unternehmer.

F: Aber in der Praxis …

Üres: … gehen diese Rollen bunt durcheinander, klar! Auch wenn ich in Übergangsphasen diese Rollen in der Praxis nicht klar trennen kann: Im Kopf muss ich es tun, sonst habe ich keine Stoßrichtung und verliere mich.

F: Wenn ich mir die Latte an Unternehmer-Anforderungen lese, dann finde ich sie immer noch im Bereich des Übermenschlichen und absolut erschlagend – trotz des „zieh dich aus allem Operativen raus und delegiere, was du kannst“. Muss ich das alles auf einmal können? Und was ist die beste Reihenfolge? Wenn ja: Wie machen Sie ihren Kunden Mut? Wie zeigen Sie ihnen einen gangbaren Weg?

Üres: Wenn die Firma fahrt aufnimmt und die Strukturen wachsen, muss man innerlich mitwachsen. Das heißt, wenn ich in den operativen Dingen zu sehr eingebunden bin, sehe ich nicht mehr das Große ganze!

Ich muss analysieren wohin ich will und welche Tätigkeit zu mir passt. Wenn ich das Unternehmen gedeihen lassen möchte, führt kein Weg daran vorbei, gute Fachkräfte und Manager zu finden und Systeme zu erschaffen.

Das ist aber ein Prozess, der nicht von heute auf morgen umzusetzen ist, und viel Feingefühl und Timing erfordert. Ebenso müssen während der Übergangsphase die Zahlen gut kontrolliert werden.

F: Wann ist der Zeitpunkt, an dem ich mich ernsthaft zum Unternehmer entwickeln sollte?

Üres: Wenn die Entwicklung schnell und ungemütlich wird, wenn von außen so viel externe Energie auf mich zukommt, dass ich nicht mehr weiß, wie ich das alles schaffen soll.

Der Zeitpunkt ist auch dann gekommen, wenn ich mich weiterentwickeln möchte, weil die Fachkraft oder der Manager mich nicht mehr erfüllt. Und wenn ich erkenne: In mir als Unternehmer steckt noch viel mehr Potenzial, das ich heben kann, wenn ich nicht mehr IM Unternehmen, sondern AM Unternehmen arbeite.

F: Was nutzt ein Coach dabei, mal ganz knallhart finanziell gefragt: Üres kostet mich xxxx EUR, dafür aber spare oder verdiene ich xxxx EUR?

Üres: In komplexen Systemen haben kleine Veränderungen auf Wochen, Monate und Jahre gesehen große Auswirkungen. Diese kleinen, aber entscheidenden Veränderungen führen wir im Coaching verstärkt herbei.

Wie der Unternehmer mit Strategie, Systeminstallierung, Waren oder Personaleinsätzen umgeht, wie er sich dabei körperlich und geistig fit hält, dass kann bei mittelständischen Unternehmen im Jahr ganz schnell 6-stellige Gewinne ausmachen. Das ist – selbst verglichen mit den Honoraren von Spitzencoachs – eine sinnvolle Investition.